Kinderhaus Im Tännich & Kinderkrippe am Ostalb-Klinikum

Bestimmungen & Infos

über die Aufnahme, Betreuung und Hausordnung

1. Aufgabe

Die Kindertagesstätten sind eine soziale, Familien ergänzende Einrichtung der Jugendhilfe. Sie haben die Aufgabe, den in der Regel einer Berufstätigkeit nachgehenden Eltern und Alleinerziehenden, die Sorge um die Pflege und Erziehung ihrer Kinder während ihrer Berufstätigkeit abzunehmen, bzw. zu erleichtern.

2. Aufnahme

Aufgenommen werden im Kinderhaus Kinder, die in der Regel das erste Lebensjahr vollendet haben, in der Kinderkrippe Kinder die die 8. Lebenswoche vollendet haben. Die Einrichtungen orientieren sich am örtlichen Bedarf. Sollten in Ausnahmefällen auswärtige Kinder aufgrund freier Plätze aufgenommen werden können, ist dies vorab mit der Stadt Aalen abzustimmen. Die Aufnahme richtet sich nach der sozialen und pädagogischen Dringlichkeit. In der Kinderkrippe sind Kinder von Bediensteten des Ostalbklinikums vorrangig aufzunehmen. Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme besteht nicht.

3. Öffnungszeiten

Das Kinderhaus ist wie folgt geöffnet: Mo. bis Fr. 6.30 bis 17.30 Uhr, die Kinderkrippe 7.30 bis 16.30 Uhr. Für alle Aalener Kindertageseinrichtungen gelten einheitlich 26 Schließtage pro Jahr. Die Weihnachtsferien sind immer geschlossen und werden mit 10 Schließtage festgelegt. 6 weitere Schließtage im Jahr sind vorgesehen. Die Eltern müssen 10 zusammenhängende Tage, bzw. 2 Wochen im Jahr bis Ende Januar des jeweiligen Kalenderjahres verbindlich angeben, in der das Kind nicht anwesend ist. Dies soll vorzugsweise in den Sommerferien sein. Alles Weitere regelt der Jahresterminplan.

4. Betreuungsumfang

Bei der Aufnahme des Kindes wird mit Eltern der tatsächliche Betreuungsumfang (zwischen 8 und 11 Stunden täglich) verbindlich für ein Kindergartenjahr festgelegt. Eine höher- bzw. Herabstufung in eine andere Betreuungszeit muss schriftlich erfolgen und kann nur bei entsprechenden freien Plätzen in der gewünschten Betreuungsgruppe gewährt werden. Die strikte Einhaltung dieser festgelegten Zeiten ist obligatorisch, da sich die Personalbemessung daran ausrichtet und „Überziehungszeiten“ zu Lasten der Kinder und Eltern geht, die eine längere Betreuungszeit gebucht und auch bezahlt haben. Dies bedeutet, dass im Rahmen des vereinbarten Betreuungsumfanges erst zum Anfang der ersten Betreuungsstunde das Kind gebracht werden darf und zum Ende der letzten Betreuungsstunde abgeholt sein muss und die Tagesstätte verlässt.

5. Betreuungs- bzw. Anwesenheitszeiten

Die angebotenen Betreuungs-/Anwesenheitszeiten sind 9, 10, oder 11 Stunden pro Tag. Eine Betreuungsgruppe mit der gewünschten Zeit kann nur zustande kommen, wenn entsprechend viele Eltern diese Zeit auch angegeben haben. Kommt dies nicht zustande, weil die Anmeldezahlen dafür zu gering sind, müssen die Eltern einen anderen Betreuungsumfang wählen.

6. Betreuung

Die Kindertagesstätten unterstützen die Erziehungsarbeit von Eltern und Alleinerziehenden in bestmöglicher Weise. Die Kinder werden altersgerecht pädagogisch betreut. Grundlage für die pädagogische Arbeit ist der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten.
Kinder im Vorschulalter werden auf den Eintritt in die Schule vorbereitet.
Die Tagestätten bietet den Kindern auch körperliche Bewegung im Spiel und achten auf die erforderliche körperliche Pflege sowie Einhaltung bestimmter Ruhezeiten. Für die erfolgreiche Betreuung der Kinder ist eine enge und verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen den Eltern, bzw. Alleinerziehenden und dem Personal der Tagesstätten erforderlich. Es wird eine Elternvertretung gewählt. Die Wahl findet jeweils zum Anfang des Kindergartenjahres statt.

7. Verpflegung

Die Kinder erhalten ein vollständiges Mittagessen. Nachmittags wird eine Vesper ausgegeben. Getränke stehen nach Bedarf zur Verfügung. Für vormittags bringen die Kinder ein kleines Vesper von zu Hause mit. Die tägliche Verpflegung wird mit einer monatlichen Pauschale berechnet, die aus der jeweilig gültigen Entgeltordnung ersichtlich ist .Die Pauschale ist in den Elternbeiträgen bereits eingerechnet.

8. Elternbeiträge

Elternbeiträge sind die pauschalierten Entgelte, die die Erziehungsberechtigten für die Benutzung der jeweiligen Tagesstätte zu entrichten haben. Die Beiträge werden generell für 12 Monate erhoben. Mit dem Tag der Aufnahme und dem damit verbundenen Beginn der Eingewöhnungszeit ist auch der Elternbeitrag zu entrichten. Die Elternbeiträge sind ab dem Tag zu entrichten, ab dem der Platz zur Verfügung steht; in der Regel zum ersten des jeweiligen Monats.
Die zu entrichtenden Elternbeiträge sind in der Entgeltordnung als Anlage beigefügt. Die Elternbeiträge sind vom Gemeinderat der Stadt Aalen festgelegt und gelten in allen Kindertageseinrichtungen.

9. Haftung und Versicherung

Der Ortsverein der AWO-Aalen übernimmt die Verantwortung und Haftung für die die Tagesstätten besuchenden Kinder. Sie beginnt mit der Übergabe des Kindes an einen Erzieher oder eine Erzieherin. Sie endet mit dem Ablauf der Öffnungs- bzw. Betreuungszeit. Das Kind ist auf dem Weg zur Einrichtung, während des dortigen Aufenthaltes, bei Veranstaltungen der Tagesstätten sowie auf dem Heimweg bei der Unfallkasse Baden-Württemberg gegen Unfälle versichert. Für die Haftung gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Den Erziehungsberechtigten wird empfohlen, eine Privathaftpflichtversicherung, die auch das Kind mit einschließt, ergänzend abzuschließen. Der Ortsverein der AWO übernimmt keine Haftung für Kleidung, Schmuck, Wertsachen, Geld und andere persönliche Gegenstände.

10. Kleidung und Hygiene

Kleidungstücke sollen mit dem vollen Namen des Kindes gekennzeichnet sein. Für jedes Kind sind Hausschuhe sowie eine Zahnbürste und ein Zahnputzbecher erforderlich. Die Kinder sollen sauber und zweckmäßig gekleidet in die Tagstätte gebracht werden.

11. Krankheiten und ärztliche Vorschriften


Vor der Aufnahme muss jedes Kind ärztlich untersucht und eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung darüber vorgelegt werden. Außerdem ist das Impfbuch vorzulegen.
Bei Erkrankungen ist das Kind zu Hause zu behalten. Ist das Kind oder ein Familienmitglied an einer ansteckenden Krankheit (z.B. Diphterie, Scharlach, Röteln, Masern, Keuchhusten etc.) erkrankt, sind die Erziehungsberechtigten verpflichtet, die Tagesstätte zu verständigen und das Kind zu Hause zu behalten. Vor Wiederaufnahme des Kindes ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulegen. Bei Fieber (38 Grad/Ohrmessung) ist das Kind aus der Einrichtung abzuholen und soll mindestens einen weiteren Tag zu Hause bleiben; bei Durchfall/Brechdurchfall mindestens zwei Tage, um weitere Ansteckungen und so genannte „Ping-Pong“ Effekte zu vermeiden.

12. Informationspflicht der Erziehungsberechtigten

Auch bei kurzfristiger Abwesenheit des Kindes ist die Tagstätte sofort zu benachrichtigen. Sofern ein Kind von einem Anderen als den Sorgeberechtigten abgeholt werden soll, ist das Erziehungspersonal zu verständigen. Allein dürfen die Kinder die Tagesstätte nur mit schriftlicher Erlaubnis der Erziehungsberechtigten verlassen. Für Kinder, die sich unerlaubt und ohne Abmeldung aus der Tagesstätte entfernen, kann keine Haftung übernommen werden. Die Leitung ist über wichtige Veränderungen der häuslichen und finanziellen Verhältnisse in Kenntnis zu setzen (z.B. Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel, Änderung des Familienstandes, Arbeitsaufnahme bzw. Arbeitslosigkeit).

13. Kündigung des Betreuungsverhältnisses


a) Das Betreuungsverhältnis kann seitens der Tagestätten mit einer Kündigungsfrist von 8 Wochen zum Quartalsende gekündigt werden.

b) Seitens der Erziehungsberechtigten kann das Betreuungsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von 3 Wochen zum jeweiligen Monatsende gekündigt werden.

c) Seitens der Tagesstätten kann das Betreuungsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von 3 Wochen zum jeweiligen Monatsende in folgenden Fällen gekündigt werden:

  • bei wiederholter Nichtbeachtung der in diesen Vorschriften niedergelegten Elternpflichten
  • bei erheblichen, auch durch ein Einigungsgespräch nicht auszuräumenden Auffassungsunterschieden über das Erziehungskonzept.

d)  Eine fristlose Kündigung ist in folgenden Fällen möglich:

  • bei unentschuldigtem Fehlen eines Kindes über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen,
  • bei Zahlungsrückständen von mehr als einem Monat nach erfolgloser Abmahnung,
  • bei wiederholtem groben Verstoß gegen die Ordnung der Tagestätten,
  • bei Verhaltensauffälligkeiten eines Kindes, die den Rahmen und die Möglichkeiten  des päd. Auftrages der Kindertagestätten übersteigen und/oder eine erhebliche Belästigung und/oder Gefährdung anderer Kinder verursachen.

e)  Die Kündigung bedarf in jedem Fall der Schriftform.

14. An- und Abmeldung

Die An- und Abmeldung erfolgt bei der Leitung der Häuser über die entsprechenden Vordrucke (Kinderkarteikarte und Kündigungsvordruck).

15. Sonstiges


Mit der Abgabe der schriftlichen Anmeldung werden die Bestimmungen über die Aufnahme und die Hausordnung anerkannt. Durch deutlich sichtbaren Aushang in den Tagesstätten können diese Bestimmungen geändert oder außer Kraft gesetzt werden. Bei wesentlichen Änderungen sind die Erziehungsberechtigten entsprechend zu unterrichten (z.B. durch Rundbrief). Im Übrigen obliegt es den Erziehungsberechtigten, sich von den ausgehängten Änderungen Kenntnis zu verschaffen.

16. Gültigkeitsdatum

Diese Bestimmungen über die Aufnahme, Betreuung und die Hausordnung treten am 01.09.2013 in Kraft.

Rechtliche Grundlage

Säule der sozialen Grundversorgung

Das Gesetz über die Betreuung und Förderung von Kindern in Kindergärten, anderen Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege (Kindertagesbetreuungsgesetz – KiTaG) nennt in seinem §2 „Aufgaben und Ziele“ die wesentlichen Grundsätze: 

Die Tageseinrichtungen … sollen die Entwicklung des Kindes zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, die Erziehung und Bildung des Kindes in der Familie unterstützen und ergänzen und zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kindererziehung beitragen. Diese Aufgaben umfassen die Erziehung, Bildung und Betreuung de Kindes … zur Förderung seiner Gesamtentwicklung.

Für die Förderung der Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt in den Tageseinrichtungen gilt der 2006 erstellte Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in der jeweils gültigen Fassung.